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Ein Trainer führt die Fitnessbegeisterten durch das EMS Training
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EMS-Training: Das steckt hinter dem Strom-Workout | Mein Q

EMS Training: Wie effektiv ist das Elektro-Workout?

Der Einsatz von Elektrostimulation in der Therapie nichts Neues. Noch recht unbekannt ist hingegen das Elektro-Myo-Stimulationstraining (kurz EMS-Training) für jedermann als zeitsparendes Ganzkörper-Workout. Das Versprechen: schlanker, fitter und stärker mit wenig Trainingsaufwand werden. Wie effektiv ist das Elektroden-Training? 

 

So funktioniert das EMS-Training
 

Viel Fitness bei wenig Trainingsaufwand – und das in kurzer Zeit: Hört sich verlockend an! Immer mehr Sportstätten bieten EMS-Trainingskurse an, es gibt sogar spezielle EMS-Studios. Mit nur 20 Minuten pro Woche sollen individuelle Fitnessziele erreicht und über 500 Kilokalorien verbrannt werden, so das Versprechen der Anbieter. 

In einem EMS-Studio steht dem Sportler immer ein Trainer zur Seite. Das ist Voraussetzung, denn das Workout funktioniert nur unter Aufsicht von geschultem Personal. Die Trainer steuern die Stromstärke, passen sie individuell an das Fitnesslevel des Teilnehmers an und steigern die Intensität von Mal zu Mal. 

Die Übungen selbst führt der Sportler in einer befeuchteten Spezialkleidung durch – das leitet den Strom besser. Außerdem werden Elektroden an Armen, Brust, Bauch, Oberschenkeln und Rücken angebracht. Während anschließend der Aktive funktionale Ganzkörperübungen ausführt und dabei seine Muskulatur anspannt, wird Strom durch den Körper geleitet. „Die Muskeln werden beim EMS maximal kontrahiert“, sagt Prof. Ingo Froböse von der DSHS Köln

 

Vor- und Nachteile: Was bringt das EMS-Training?
 

Die Übungen beim EMS reichen von einfach bis anstrengend, von Kniebeugen bis Bizeps-Training. Dabei wird die Muskulatur in wenigen Minuten so stark beansprucht, dass eine Trainingseinheit pro Woche ausreichen soll. 

Für ein EMS-Training spricht die Zeitersparnis. Auch innerhalb des kurzen Zeitraums wird die Kondition gesteigert und die Fettverbrennung angeregt, was in Verbindung mit einer ausgewogenen, fettarmen und proteinreichen Ernährung das Abnehmen unterstützten kann. Fraglich ist allerdings, ob 20 Minuten Training pro Woche wirklich so effektiv sind wie drei herkömmliche Trainingseinheiten. Diesem Thema widmen sich auch Studien über kurz- und langfristige Trainingseffekte der elektrischen Stimulation.

Ein Nachteil ist die limitierte Steigerung der Trainingsintensität. Für ambitionierte Sportler ist das EMS-Training irgendwann keine echte Herausforderung mehr und nur einmal in der Woche Training ist ihnen ohnehin zu wenig. Auf der anderen Seite besteht beim EMS-Training auch eine Überlastungsgefahr
 

Ein weiteres Manko: Mit etwa 20 Euro pro Trainingseinheit ist EMS relativ teuer und nicht ganz ungefährlich – vor allem für Untrainierte. Während in der Physiotherapie EMS nur an einzelnen Körperpartien eingesetzt wird, um die Muskulatur gezielt zu trainieren, wird beim EMS-Training im Studio der ganze Körper mit Strom stimuliert. 

Ist die Stromstärke zu stark eingestellt, kann das sogar zu körperlichen Problemen führen. Immer weiter an der Elektroschraube zu drehen, bringt also nichts. Nur durch einen professionellen Trainer wird das Risiko einer körperlichen Überlastung des Teilnehmers minimiert. Daher sollten Anfänger ihr EMS-Studio sorgfältig auswählen und sich vergewissern, dass ausschließlich lizenzierte EMS-Experten die Kontrolle über das Stromtraining übernehmen. 
 

Fazit: EMS ist eine mögliche Workout-Ergänzung, ersetzt aber nicht die regelmäßige Bewegung! 

 

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